Ruumfabrigg
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Umbau Höckler Bergdietikon

 

Umbau Höckler

Bergdietikon
Direktauftrag 2016 - 2019

 

Fotos: Douglas Mandry Studio Zürich

 
 

Mächtige Bruchsteinmauern und eine filigrane Dachkonstruktion bilden den Perimeter des Umbaus. In die leere Hülle wird eine Struktur aus tragenden Stützen und Balken gestellt, welche auf den Rücksprüngen der Aussenwände auflagert. Horizontale und vertikale Füllflächen wirken raumbildend und formen einen im Schnitt über drei Geschosse verbundenen Wohnraum. Im starren Raster des Bestandes, mit niedrigen Höhen und kleinen Fenstern, schafft die Wohnfigur eine überraschende Grosszügigkeit.

 
 
 

Das freigelegte bis zu 80cm dicke Bruchsteinmauerwerk gibt den Innenräumen eine lebhafte und archaische Oberfläche. Als Kontrast dazu sind die neuen Böden, Decken und Wände als einfache Rechtecke, wenig strukturiert und flächig gestaltet. Lärchenbalken rahmen diese ruhigen Flächen und erscheinen als Fortführung der auf den Rücksprüngen der Bruchsteinmauer eingelegten Holzkränze. Bestand und Neubau bleiben ablesbar, die konstruktive Beziehung der beiden wird sichtbar.

Ein 150-jähriges Wohnhaus mit angebautem Stall und zwei freistehenden jüngeren Gewerbebauten formen einen Weiler in der Landschaft. Im ehemaligen Gadenhaus lebte die Bauernfamilie auf zwei Stockwerken in kleinen Kammern. Wenn sich das Haus der bestehenden inneren Raumaufteilung entledigt, wird seine volle Grösse sichtbar.